Heute ist ein ganz besonderer Tag: der geruchsneutrale Tag des arbeitslosen Duftbaums. Ein stiller Gedenktag für all die Duftbäume, die in vielen Fahrzeugen vorne an der Scheibe baumeln und seit Monaten nur noch mitfahren, ohne auch nur ansatzweise ihren Job zu machen.
Kein Kiefer, kein Vanille, nix. Arbeitslos, aber fest angestellt.
Diese Kollegen haben’s doppelt schwer: Sie riechen nach nichts mehr und ein Baum sind sie ja eigentlich auch nicht. Hängen da rum wie ein schlecht gelaunter Beifahrer, der nichts sagt und trotzdem nervt.
Aber abhängen darf man sie auch nicht, man hat sich ja dran gewöhnt.
Eingeführt wurde dieser wichtige Aktionstag 2017 vom Radiosender 1LIVE. Hat sich damals in einem Internetvoting durchgesetzt, gegen so Sachen wie den „Tag der Menschen, denen man Ironie erklären muss“ oder den „Hätte ich das früher gewusst, wäre ich nicht aufgestanden Tag.
Kann ich nachvollziehen. Beides hab ich jeden Morgen auf der Autobahn eh schon.
Manche nennen ihn auch „Tag der arbeitslosen Duftbäumchen“ oder „Tag des arbeitslosen Duftbäumchens“.
Für mich bleibt’s einfach der Tag, an dem ich dem Ding an der Scheibe zunicke und mir denke: „Junge, wir zwei halten trotzdem durch“.





